Tae’boz
Tae’boz zu beschreiben ist sehr einfach – oder sehr schwierig – je nachdem. Beginnen wir mit seinem Äußeren: er misst ungefähr die Länge des Unterarms eines erwachsenen Menschen, ist knallrot, trägt keinerlei Kleidung und ist offensichtlich geschlechtslos. Jede Hand hat drei Finger und jeder Fuß zwei Zehen. Auf dem Kopf hat er zwei kleine, runde Hornansätze und im Mund Zahnreihen, die denen der Menschen ähneln. Sein Kopf ist eher rund und ein wenig flach, sein Gesicht hat einen breiten Mund, eine flache, eher angedeutete Nase und kleine, völlig schwarze Knopfaugen sowie zwei kleine Ohren. An seiner Rückseite hat er einen kleinen Schwanzansatz. Zusammenfassend wirkt er leicht rundlich und ein wenig wie aus Ton modelliert, wobei der Künstler scheinbar darauf verzichtet hat, generell zu sehr ins Detail zu gehen.
Soviel zum sehr einfachen Teil. Wer jetzt ein Wort wie „niedlich“ im Kopf hat, hat damit nicht Unrecht. Jedoch sollte mittlerweile klar sein, dass Tae’boz kein Mensch und nicht einmal annähernd mit diesen vergleichbar ist. Vom Gemüt her ist Tae’boz, was für seine Art eher untypisch ist, eine Frohnatur. Unbeschwert lebt er vor sich hin, bis er unter bestimmten Umständen mit Mary zusammentrifft. Tae’boz ähnelt charakterlich vielleicht ein wenig dem als „Pan“ bekannten Fabelwesen. Er hat jede Menge Unfug im Kopf, ist freundlich und kommunikativ, auf … seine eigene Art und Weise. Denn Tae’boz spricht nicht.
Zumindest nicht so, wie wir das gewohnt sind. Tae’boz Art bedient sich einer „visuellen Gedankenübertragung“. Das sieht folgendermaßen aus: Wenn Tae’boz „spricht“, erscheint das Gesprochen in Form von Wörtern im Geist des Angesprochenen. Tae’boz selbst bestimmt, wer diese Worte „sehen“ kann, was nicht zwingend nur eine einzelne Person sein muss. Die Worte im Geist des Angesprochenen erscheinen als Schriftzeichen, er hört also keine „Stimme“ in seinem Kopf, sondern liest sie ab. Trotzdem bedarf es keiner Konzentration dafür und die Art, wie das genau funktioniert, ist bisher auch nicht bekannt. Jedoch sind die Worte immer in der richtigen Sprache, nämlich einer der Sprachen, die der Angesprochene auch spricht und verstehen kann. Es scheint also, als wenn sich diese Kommunikationsform nicht nur darauf beschränkt, Dinge zu formulieren, sondern auch, Dinge aus dem Geist des Angesprochenen zu benutzen, um sie für ihn verständlich zu machen. Tae’boz selbst muss dafür die Sprache selbst nicht kennen und versteht sie auch selbst automatisch, da er die Sprachkenntnisse des Angesprochenen auch für sich selbst nutzen kann.
Auch hat Tae’boz seine eigene Art, Dinge zu formulieren. Zwar beherrscht er so eigentlich jede Art von Sprache und auch nicht gesprochene und andersartige Kommunikation vollständig, aber er hat manchmal so seine Mühe, sich auszudrücken, was nicht selten eher komische Resultate zu Tage fördert. Dies mag auf seinem unbestimmten Alter und Erfahrung begründet sein, vielleicht aber auch in der Art von Wesen, der er zugehörig ist.
Es ist bisher nicht weiter bekannt, über was für Fähigkeiten der kleine Kerl noch verfügt.